Glasfaser-Ausbauin Deutschland:weniger Kosten, mehr Effizienz durchdie schwedische Glasfaser-Allianz

Die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit der Dienstleistung „schnelles Internet“ ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Um diesem Ziel näherzukommen, ist es sinnvoll, alle Akteure des „Unternehmens Breitbandversorgung“ zusammenzubringen. Durch bessere Kommunikation und die Entwicklung strategischer Partnerschaften kann der flächendeckende Breitbandausbau deutlich beschleunigt und dabei effizienter gestaltet werden.

Von Erfahrungen in Schweden profitieren

Schweden liegt mit 43,4 % an das Glasfasernetz angeschlossenen Haushalten (Ftth/b) auf Platz 2 in Europa. Deutschland hat – bemessen nach den gleichen Kriterien und im gleichen Jahr* – nur 2,3 % angeschlossene Haushalte. Da Deutschland und Schweden viele grundlegende Marktmerkmale teilen – etwa Fördersysteme, die eine Vielfalt von Glasfaser-Netzwerkeigentümern schaffen, und hohe Qualitätserwartungen der Verbraucher – können die Glasfaser-Netzbetreiber in Deutschland von den in Schweden gemachten Erfahrungen profitieren.

Die schwedische Glasfaser-Allianz ist eine Marketing-Gemeinschaft, gegründet auf Initiative des schwedischen Breitbandverbandes. Die angeschlossenen Unternehmen waren maßgeblich an der erfolgreichen Entwicklung des schwedischen Breitbandmarkts beteiligt. Lassen Sie uns Ihnen einige Mitgliedsunternehmen und ihre Kompetenz hier kurz vorstellen:

 

Kosteneffizienter Workflow für Netzbetreiber

Der Glasfaser-Markt wird sich in Deutschland noch schneller entwickeln als in Schweden – vor allem, weil die Netzbetreiber ihren Endkunden bereits eine Vielfalt an Dienstleistungen anbieten können, die nur darauf warten, in bisher ungekannter Geschwindigkeit in die Wohn- und Geschäftsräume deutscher Verbraucher zu gelangen. Aber wie schafft es ein lokaler Netzbetreiber, ein großes Dienstleistungsangebot mit wenig Personalaufwand kosteneffizient zu vermarkten? Hier bietet die Firma Nipsoft Erfahrung und Know-how an. Nipsofts Betriebssystem stellt sicher, dass für jeden Kunden das richtige Dienstleistungspaket schnell und effizient geschaltet wird und der Kunde trotz der Komplexität des Angebots eine korrekte Rechnung erhält. In Ergänzung dazu kümmert sich die Firma Hubory um die Datenanreicherung und bringt alle Netzebenen in einer Cloud-Lösung zusammen. Sie automatisiert und vereinfacht Bestellmanagement und Fehlerbehebung. So wird der Internetnutzer schnell und effizient mit den gewünschten Services beliefert – davon profitieren Netzbetreiber und Internetnutzer gleichermaßen.

 

Fehlervermeidung im Aufbau

Wenn sich die Nutzung der Glasfaser-Netze intensiviert – und leider erst dann –, offenbaren sich die tückischen Fehler, die beim Netzausbau versehentlich mit eingebaut wurden. Einfache Fehler erkennt man sofort, die komplexeren zeigen sich erst, wenn die Belastung im Netz steigt. Um Betriebssicherheit und Qualität von Beginn an sicherzustellen, haben Vertreter der schwedischen Glasfaser-Branche gemeinsam mit mehreren Immobilieneigentümern des Landes Richtlinien für den Aufbau robuster digitaler Glasfaser-Netze entwickelt. Die Firma We Consulting war an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt und berichtet hierzu gerne.

 

Kosteneffiziente Planung

Einige Glasfaser-Netze müssen eine Vielfalt an Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie Gewerbegebieten in ländlichen Gegenden abdecken. Um überall die versprochene Kapazität gewährleisten zu können, erfordert die Planung große Sorgfalt. Die Firma North Projects hat bereits vielen Netzeigentümern dabei geholfen, diese Herausforderung kosteneffizient zu meistern.

 

Qualitäts- und Kostensicherung beim Bau

Der Bau eines Glasfaser-Netzwerks beansprucht den größten Kostenanteil. Hier kann man somit auch das meiste Geld sparen. Die Firma Optopro hat für diese Bauphase eine qualitätssichernde Softwarelösung. Mit einer Online-Karte visualisiert Optopro den Status des Faser-Rollouts. Der Fortgang der Grabungsarbeiten und die Inbetriebnahme sind buchstäblich in Echtzeit auf dem Bildschirm zu verfolgen. Wichtige Statistiken zu Kosten und Fortschritt des Netzbaus werden erstellt, die Arbeit wird zur Qualitätssicherung mit Checklisten und Fotos überprüft und dokumentiert.

 

Lückenlose Dokumentation

Ist die Glasfaser-Kabelverlegung beendet, sind die einzelnen Bestandteile des Glasfaser-Netzes nicht mehr so einfach zu finden – es sei denn, man hat das Netz lückenlos dokumentiert. Die Firma Digpro bietet hierfür ein geografisches Informationssystem, mit dem Sie Ihr Glasfaser-Netzwerk bis auf die einzelne Glasfaser zurückverfolgen und sichtbar machen können – mit modernen und umfassenden GIS-Funktionen und einem vollständig webbasierten Einrichtungsregister sowie einer Benutzerschnittstelle, welche die Feldarbeit unterstützt. Erweiterte geografische Karten, schematische Diagramme, Topologien und Anlagendaten stellen sicher, dass Sie genau wissen, wo alles ist, wenn mal etwas repariert werden muss.

 

Kostenkontrolle durch intelligente Produktauswahl

Um die Kosten über den ganzen Lebenszyklus des Glasfaser-Netzes unter Kontrolle zu halten, ist es sehr wichtig, sich von vornherein für Produkte mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zu entscheiden. Welches diese Produkte sind, findet man jedoch leider erst im Laufe der Betriebsjahre heraus. Die Firma Rala hat ihre Erfahrung aus mehr als 100 Projekten gesammelt und verfügt über umfangreiche Kenntnisse im Bereich Materialien und Netzwerkplanung von Glasfaser-Netzwerken.

                                                                                                                      

Geballte Kompetenz für effizienten Breitbandausbau

Es ist das erklärte Ziel der schwedischen Glasfaser-Allianz, Know-how und wertvolle Erfahrungen schwedischer Firmen zusammenzubringen, um deutsche Netzbetreiber und -eigentümer zu unterstützen. Können diese aufwands- und kosteneffizienter vorgehen, wird dies einen flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland beschleunigen. Und davon profitieren am Ende nicht nur die Netzeigentümer und -betreiber, sondern auch die deutschen digitalen Kunden.

 

 

*Quelle: IDATE for FTTH Council Europe, February 2018

Kontakt

Mikael Häußling Löwgren
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